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Gedanken
[Widergabe der indischen Meister-Lehre]
Unser Geist ist unruhig. Er bringt ständig Gedanken hervor. Diese Gedanken erzeugen unsere objektive Welt auf der Zeitachse von Vergangenem und Zukünftigem. Diese gibt es ohne Gedanken nicht. Wenn wir schlafen, nehmen wir keine objektive Welt oder Zeit wahr, jedoch existieren wir weiterhin. Der Geist projiziert durch die Gedanken die Welt. Diese nehmen wir samt unserem Körper als etwas Materielles wahr. Dabei wird unser Selbst verdeckt, wir nehmen es nicht wahr. Unser Selbst tritt erst in Erscheinung, wenn der Geist aufhört, die Welt zu projizieren.
Wir können mit unserem Selbst nur in Verbindung treten, wenn wir den unruhigen Geist mit seinen Gedanken beruhigen. Wenn wir unsere Gedanken stoppen können, dann erscheint das reine Gewahrwerden im Augenblick des Seins. Solange der Geist sich nach außen auf das Materielle richtet, erfahren wir Leid, wendet er sich nach innen auf das Selbst, entsteht Glück.
Was wir die Welt nennen, sind nur unsere Gedanken. Sind unsere Gedanken nicht da, ist die Welt nicht da, und unser Selbst / die Seele erfährt Glück. Ist die Welt mit unseren Gedanken wieder da, ist das Leid wieder da.
Meditation Yoga sind die Wege, unsere Gedanken und den unruhigen Geist abzuschalten. Durch Konzentration und Fokussierung auf das Gewahrsein des Augenblicks, können wir unsere Gedanken stoppen und Klarheit, Ruhe und Glück finden.
Die Gedanken stoppen meint nicht, das Nachdenken zu lassen. Wir sollen unseren Intellekt nutzen, um aktuelle Probleme zu lösen und Entscheidungen zu treffen. Aber wir sollen mit unseren Gedanken nicht in der Vergangenheit verharren oder in der ungewissen Zukunft sein. Das Grübeln hindert uns am Sein im Augenblick.
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