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Geld - Reichtum - Wohlstand

Geld macht nicht glücklich. Es beruhigt aber. Ein allgemein bekannter Spruch mit viel Wahrheitsgehalt. Und man kann ihn noch erweitern: Geld zu haben macht unabhängig und frei. In einer globalen Welt, in der die Wirtschaftskraft eines Landes der dominierende Faktor geworden ist, zählt Geld mehr denn je als Regent der Welt. Dieses Faktum ist nicht zu leugnen und muss akzeptiert werden. Hast Du nichts, bist Du nichts! heißt es auch.

Geld zu haben, bedeutet also Sicherheit, und so ist es empfehlenswert, diese finanzielle Art der Sicherheit und Unabhängigkeit anzustreben. Ist es auch sinnvoll, reich zu sein?

Die Frage nach der Menge Geld, die man besitzen möchte, stellt sich automatisch. Denn wer Geld besitzt, wird es nicht im Strumpf unter dem Kopfkissen horten, sondern er wird es anlegen und vermehren wollen. Ist dies bereits der erste Schritt zur Gier?

Manche Ökonomen behaupten, Geld arbeiten zu lassen und durch Zinsen zu vermehren, wird das System zerstören und Armut verursachen, weil Zinsgeld und Zinsvermögen unproduktiv sind, also keine wirtschaftliche Leistung erzeugen. Menschen, die ihr Geld arbeiten lassen, sind selber unproduktiv und beuten damit andere aus. Reiche werden dadurch immer reicher, Arme immer ärmer. Wer sich Geld leiht, macht sich abhängig vom Geldgeber.

Ob der Kapitalismus sich auf diese Weise selbst zerstört (alles kommt und geht !), sei dahin gestellt. Wichtiger erscheint die Frage, wozu ist Geld gut ?

Die meisten Menschen benötigen es für das tägliche Überleben, zur Befriedigung ihrer Grundbedürfnisse (essen, trinken, Kleidung, wohnen). Dann kann es für Bildung, Beruf, persönliches Wachstum und Wohlstand investiert werden. Wer darüber hinaus Geld hat, das er nicht konsumieren und nicht investieren will, wird es sparen, um Sicherheit zu generieren (sichere Geldanlage).

Was macht derjenige, der mehr Geld besitzt, als er für Konsum, Investition und Sicherheit benötigt ?

Er kann es verschenken oder er kann es arbeiten lassen, so dass es sich selbst vermehrt und damit unproduktiv ist.

Geldvermögen erzeugt Macht. Aber es erzeugt auch Sorge und Verantwortung.

Was macht Geld aus seinem Besitzer ? Wird er gierig und will immer mehr ? Bestimmt das Geld sein ganzes Denken und Fühlen ? Lebt er in permanenter Sorge um sein Geld ?

Oder widmet er es dem Mitgefühl ?

Der Wohlstand und die Gier nach Geld haben im westlichen (mittlerweile globalen) Wirtschaftssystem ein Ausmaß angenommen, das mit grenzenlos kaum noch beschrieben werden kann. Wirtschaftsbosse sind der Gier nach Geld so sehr verfallen, dass sie ohne Rücksicht auf Verluste agieren, selbst der Verlust der eigenen Werte, Moralvorstellungen, Freunde und Familie werden in Kauf genommen. Und nun steht sogar der Verlust unserer natürlichen Lebensgrundlagen auf dem Spiel, und dennoch ist kein Ende der Gier in Sicht. Unsere Welt wird sehenden Auges zerstört (Umweltverschmutzung, Abholzung der Regenwälder, Genmanipulation, Überfischung der Meere, etc.). Die Gründe dafür liegen im System, aus dem der Einzelne nur schwer heraus kommt, wenn er sich nicht besinnt und radikal aufhört.

Jeder einzelne von uns muss sich fragen, wieviel Wohlstand und Geld ist gut ? Wieviel meines Wohlstandes und Geldes nutze ich überhaupt sinnvoll ? Und wieviel Wohlstand und Geld sollte ich dem Mitgefühl übergeben.

Vielleicht kann Geld doch glücklich machen, wenn ich es für das Richtige verwende. Anstatt mir immer mehr Last in Form von Wohlstand, Luxus und die Sorge darum auf meinen Rücken zu wuchten, kann ich mich mit der Macht des Geldes auch befreien. Lindere das Leid in der Welt und Du wirst selber glücklich werden !

Die Indianer Nord- und Mittelamerikas waren die ersten LEIDtragenden der Gier nach Geld (und Gold). Sie erkannten bereits von 150 Jahren: erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fisch gefangen ist, dann werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann!

 

 

 

 

 

 

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