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Gott, Götter, Göttliches
Die wenigsten jungen Menschen können heute noch etwas anfangen mit einem personifizierten Gottesbild, so wie es die Kirchen nach wie vor protegieren. Ein Mann (!), der menschengleich, aber als Schöpfer von Leben und Universum über uns wacht und richtet. Ein Mann, dem Güte, Liebe und Allmacht zugesprochen werden, der sich aber aus dem Leid der Menschen heraushält und erst dann in Aktion tritt, wenn es für das irdische Leben zu spät ist. Und der die Welt in gut und böse einteilt, um ersteres zu verdammen und letzteres zu belohnen. Ein Gott, den man fürchten muss (Gottesfurcht !).
Wenn diese Sichtweise Probleme macht, wie kann Gott dann verstanden werden?
Für den rational denkenden, sowohl naturwissenschaftlich, als auch spirituell interessierten Menschen akzeptabler scheint, Gott als etwas zu bezeichnen, dass nur schwierig vorstellbar, aber dennoch vorhanden ist. Als Kraft, die unser Sein durchdringt. Als eine ordnende Kraft, die sowohl erschafft, als auch zerstört, die also das Werden und Vergehen beeinflusst, wenn nicht sogar bestimmt.
Dabei scheint es unerheblich, ob es sich um den einen islamischen Gott Alah, um den christlichen Gott Vater mit Sohn und heiligem Geist handelt, ob es mehrere Götter wie Shiva, Brahman und Vishnu sind, Geister der belebten und unbelebten, diesseitigen oder jenseitigen Welt, oder ob es als Tao bezeichnet wird oder gar als das Nichts (Nirwana).
Allem gemein ist die ordnende und schöpferische Kraft, die durchdringende, allgegenwärtige Energie des Daseins, das unbestimmte Größere, das alle Menschen in sich spüren.
Die Quantenphysik hat in den letzten Jahrzehnten enorme Erkenntnisse hervorgebracht, die unser ganzes bisheriges Weltbild in Frage stellen und dabei scheinbar auch auf die Spur Gottes kommt. Vielleicht gelingt es ihr schon bald, die Existenz einer göttlichen Kraft zu belegen.
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