BSUR.de - sei wie Du bist

 

 

Jesus von Nazareth

Was waren die Aussagen und die Botschaft von Jesus, die ihm so viele Anhänger brachten. Es waren nicht viele Aussagen. Das beeindruckende für die damalige Zeit war die Art, wie Jesus auftrat. Da kam einer und erhob sich über das Übliche, ohne Angst und Respekt vor der Obrigkeit. In einer neuen Absolutheit stellte er seine Meinung dar, von der viele genauso fasziniert wie erschüttert waren. Nie hatten sie jemanden so reden hören. Daher kamen immer so viele Menschen zu seinen Reden. Und er sprach als einfacher Mensch. Die Leute fühlten zum ersten Mal, dass das, was da gesagt wurde, richtig und wahr war. Von Gefühlen geleitet, nicht von gesetzlichen und dogmatischen Regeln. Jesus verstand es, das Herz der Menschen zu erreichen. Und er drohte nicht, sondern machte Hoffnung. Aber er forderte auch. Die viel benutzte Formulierung ‘Metanoeite’ (griechisch) wurde - absichtlich oder nicht - als ‘tuet Buße’ übersetzt und so von der Kirche benutzt. Seine wahre Übersetzung ist jedoch ‘denket um (nach)’. Jesus wollte aufklären, lehren und Mut machen.
Mit seiner entgeltlosen Arbeit als Heiler unterstützte er seine Predigten und machte sich selbst glaubhaft. Nie hatten die Menschen jemanden erlebt, der so sprach und so selbstlos und ehrlich wirkte. Er war in Wort und Tat vollkommen authentisch. Und er ging damit in letzter Konsequenz bis in den Tod. Er predigte Liebe und er lebte Liebe. Er setzte sich über die starren Regeln und Gesetze des damaligen Judentums und der römischen Besatzer einfach hinweg, traf sich mit Aussetzigen, verhassten Zöllnern und Huren. Er zeigte offen, dass Frauen gleichberechtigte Menschen sind, und dass jeder die Möglichkeit auf Gottes Liebe und Gottes Reich hat, wenn er 'umkehrt' und die 'frohe Botschaft' annimmt.

Jesus ging es letztlich nur um die Liebe und das Mitgefühl unter den Menschen. Er wollte das Verständnis erzeugen, dass alle Menschen gleich sind, und dass es die Nächstenliebe ist, die alle vereinen soll, um so die göttliche Erfahrung zu machen und Gottes Reich zu schauen.

Es war ihm wichtig, die Abkehr von der materiellen Fixierung zu predigen. 'Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in den Himmel kommt!' ist wohl der berühmteste Satz hierzu. Oder an anderer Stelle hat er wohl gesagt: ’Wenn Du vollkommen sein willst, geh hin, verkaufe Deinen Besitz und gib das Geld den Armen; dann wirst Du einen Schatz im Himmel haben’. In Gottes Reich eingehen, heißt bei Jesus, die Menschen ohne Unterschied zu lieben und das Leben zu ehren, letztlich Gott zu ehren. Nur wer die materiellen Begierden überwindet und deren negative Ausprägungen wie Hass, Neid, Eifersucht, Gier aufgibt, wird von Krankheit, Not und Elend befreit und geht über in ein glückliches Leben an der Seite Gottes.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

BSUR.de 2009-2010 - Impressum - Kontakt - Dies ist eine rein private Website. Sie gehört keiner Vereinigung an.