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Was ist männlich ?

maleKleine Jungen spielen gerne mit Autos und interessieren sich für Technik. Star Wars und andere kriegerische Auseinandersetzungen über eine Faszination auf sie aus. Starke und erfolgreiche Helden animieren sie zur Nachahmung.

Naturvölker zeigen uns die Rolle des Mannes, der Tiere jagt, mit Seinesgleichen Kräfte misst und gegen Feinde kämpft. In den Gesprächen unter Männern geht es daher auch zumeist um diese Themen. Die männliche Aufgabe ist die der Nahrungsbeschaffung und des Schutzes der Gemeinschaft (Dorf, Sippe, Familie). Phasen der “Freizeit” werden mit Nichts-tun oder Spielen (meist Kampf- oder Geschicklichkeitsspiele) oder ‘kurzen’ Männergesprächen gefüllt. Die Zeiten des Zusammensein mit Frauen begrenzen sich auf die Nacht oder die Mahlzeiten. Und selbst die werden in vielen Kulturen getrennt von Frauen eingenommen.
Das Bedürfnis, Teil einer Männergemeinschaft zu sein, ist ausgeprägt und wird durch einen feierlichen und zumeist religiös verankerten Akt ermöglicht und besiegelt, der im Alter zwischen Kindheit und Erwachsen werden vollzogen wird. Teil des Aktes ist häufig eine Mutprobe.
Männer, die aufgrund falschen Verhaltens oder mangelnden Mutes oder Fähigkeiten aus der Gemeinschaft ausgestoßen werden, haben kaum Überlebenschancen.

Die beschriebene Rolle des Mannes als Beschützer und Nahrungsbeschaffer basiert auf seinen biologischen Fähigkeiten Muskelstärke, Orientierungs- und Spürsinn, Aggressivität. Männer gelten als logisch und mit dem Verstand handelnd.

Männer sind in Bezug auf Sexualität aktiver und aggressiver als Frauen. Sie riskieren nicht, schwanger zu werden und suchen ihren Treib sooft wie möglich zu befriedigen. Sexualität ist für Männer ein dominierender Faktor ihres täglichen Lebens. Biologisch betrachtet steckt dahinter die Notwendigkeit, die eigenen Gene möglichst weit zu verbreiten, damit im Konkurrenzkampf die Wahrscheinlichkeit der Fortpflanzung steigt.

Auch wenn dieses klassische Rollenverhalten in modernen Gesellschaften nicht mehr so stereotyp zu finden ist, so steckt es dennoch in den männlichen Genen und steuert männliches Verhalten und männliche Interessen auch im 21. Jahrhundert. In der überwiegende Mehrheit der Familien ist der Mann der Ernährer, sprich Haupt-Geldverdiener. Er interessiert sich heute für Sport, um dort mit anderen Männern zusammen zu kommen und sich zu messen oder modernen Wettkämpfen beizuwohnen. Aggressive Wettkämpfe, wie Stier- oder Hahnenkämpfe sind noch immer weit verbreitet.
Ältere Männer diskutieren gern über Politik und Philosophie. Auch dies findet eine Parallele bei den Naturvölkern, wo die Alten mit ihrer Lebenserfahrung die weisen Medizinmänner, die religiösen Heiler und Häuptlinge stellen.

Männlichkeit ist die Stärke der Männer, wenngleich auch Frauen männliche Eigenschaften haben. Männer, die ihre Männlichkeit leugnen, können gesundheitliche Schwierigkeiten haben und unzufrieden sein. Frauen, die abweichende Erwartungen an die Männer haben, werden Probleme in der Partnerschaft haben. Zumeist sind es aber genau die männlichen Attitüden, die Frauen anziehend finden, und nach denen sie bewusst oder unbewusst suchen. Männer, die ihre Männlichkeit leugnen und weiblichen Eigenschaften nacheifern (egal ob in Beruf, Politik oder Freizeit), sind für Frauen zwar reizvoll, aber als Lebenspartner meist nicht attraktiv.

Männer wünschen sich als Lebenspartnerin ein Frau mit weiblichen Attributen. Als Sexpartnerin sind dagegen oft andere Eigenschaften attraktiv, v.a. wenn der Sex etwas Herausforderndes hat.

 

 

 

 

 

 

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