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Sexualität
Sexualität ist ein Grundbedürfnis so wie Essen, Trinken und Schlafen. Sie ist ein natürlicher Trieb, der den Fortbestand der Menschheit sichert. Ohne Sexualität gäbe es uns schon nicht mehr. Daher ist dieser Trieb mit einer entsprechenden emotionalen Triebstärke ausgestattet, die das Verhalten beeinflussen und bestimmen kann. Der Mensch ist naturbedingt primär ein sexuelles Wesen und erst dann ein Vernunftswesen.
Da der Sexualtrieb das Verhalten so stark bestimmt, können die Konsequenzen dieses Verhaltens eine große Bandbreite haben. Im positiven Fall verstärkt er die Liebe zwischen zwei Menschen, im negativsten Fall führt er zu Mord, Leid und Chaos. Da der Sexualtrieb ein aggressiver Trieb ist, der begierig macht und im negativen Fall die Konsequenzen ausblendet (verblendet), wird er in der menschlichen Gesellschaft verheimlicht, verpönt oder gar geächtet. Dabei haben sich die Kirchen immer als extreme Vorreiter präsentiert und den Sexualtrieb als unnatürlich und teuflisch verdammt. Er wurde oftmals den Frauen angelastet, die mit Sex und weiblichen Reizen Gotteslästerung betrieben haben sollen und nicht selten als Hexen im Feuer endeten. Man kann wohl annehmen, dass die Unfähigkeit der Männer, ihren Trieb zu kontrollieren, zu diesen makaberen Auswüchsen geführt haben.
Selbst Buddha, der Männer und Frauen als gleichwertig betrachtete, empfahl, keine Frauen in die Runde der Religionsbrüder (Sangha) aufzunehmen.
Männer und Frauen haben mit ihrer Sexualität nicht selten ein großes Problem. Dies rührt häufig von verschrobenen religiösen oder moralischen Lehren her, hat ihre erweiterten Ursachen aber auch in eigenen unbefriedigenden oder gar traumatischen Erfahrungen. Wenn der Sexualtrieb mit der Pubertät einsetzt, sind die wenigsten Jugendlichen darauf angemessen vorbereitet. Die ersten sexuellen Erfahrungen sind daher extrem aufwühlend, chaotisch und enttäuschend. Dabei ist der Grad der Enttäuschung von jungen Männern und jungen Frauen sehr unterschiedlich. Denn der Sexualtrieb dient zunächst der eigenen egoistischen Befriedigung. Diese gelingt Jungen deutlich häufiger und schneller als Mädchen. Die jungen Mädchen sind meistens die Verlierer und kommen nur selten in den Genuss einer echten sexuellen Befriedigung (eines Orgasmusses). Dies frustriert nicht wenige im Laufe der Zeit und lässt sie das Interesse an Sex verlieren oder sogar Angst entwickeln.
Sex kann in seiner besten Form sehr glücklich und sehr zufrieden machen. Guter Sex führt zu sehr großer Nähe und Verbundenheit (im wahrsten Sinne der Bedeutung). Sex funktioniert dann gut, wenn nicht das eigene Verlangen und der eigene Trieb im Vordergrund stehen, sondern wenn sich das Paar bemüht, gemeinsam glücklich zu sein. Speziell Männer können mit Interesse am Orgasmus der Frau sehr viel dazu beitragen, dass die körperliche Liebe erfüllend ist und interessant bleibt. Bei häufig wechselnden Sexpartnern kann es nur schwer zu erfüllender Nähe kommen, da Ängste vor Verletzung, Verlust und fehlendes Vertrauen dominieren. Hier steht die egoistische Befriedigung des Triebes im Vordergrund, wenngleich selbst bei solchem Verhalten die Suche nach Erfüllung das Handeln motivieren dürfte.
Körperliche Liebe jung hält jung, weil sie den Körperzellen signalisiert, dass sie noch nicht zum alten Eisen gehören, sondern frisch und agil wie in der Jugend sind. Diese Signalfunktion von Verhalten und Einstellung an die Körperzellen wird in der Wissenschaft allzu stark vernachlässigt. Sex ist daher gerade im Alter zu empfehlen und hat ganz und gar nichts mit Unmoral zu tun.
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