Das Tao ist der Weg des Universums, die Triebkraft der Natur, das Ordnungsprinzip des Lebens. Jedoch kann man es nicht wirklich erklären, man kann sich ihm nur hingeben. Laothse sagte, wer sich das Tao vorstellen will, ist schon nicht mehr im Tao.
Ein wichtiger Begriff im Taoismus ist der des "wu-wei", was soviel heißt, wie 'nichts erzwingen'. Wer sich im Tao befindet, gibt sich dem Strom des Lebens hin, er lässt sich treiben, weil das Tao den Weg vorgibt. Jedes Abweichen vom Tao ist Zwang und führt in die Irre. Hierbei geht es nicht ums Nichtstun, sondern darum, der Kraft des Universums zu vertrauen und den intelligenten Weg des Wassers zu gehen. Nichts ist so weich und gleichzeitig stark wie das Wasser. Man kann es nicht aufhalten, obwohl es nichts erzwingt. Es ist das Maximum an Flexibilität, Einfachheit und Freiheit. Nichts mit Gewalt durchsetzen und nichts festhalten.
Ein zweiter Begriff ist das das Paar “yin und yang", symbolisiert durch einen Kreis mit schwarzem und weißem Halbstück, die wie Tropfen aussehen.
Es ist das Zeichen der Polarität, und bedeutet, dass es keine Wahrheit, keine Realität gibt, ohne das entsprechende Gegenstück bzw. den Gegensatz. Alles ist nur durch die Vereinigung von beidem vollkommen. Ob gut und böse, Mann und Frau, Tag und Nacht, Sommer und Winter, rechts und links, Leben und Tod, man findet die Polarität überall.
Die Konsequenz dieser Erkenntnis ist, dass nur derjenige ein Tao-gerechtes Leben führt, der beide Seiten, auch wenn es ungeliebte Gegensätze sind, bewusst wahrnimmt und akzeptiert. Wer die scheinbar negativen Aspekte des Lebens ausklammern will, wird sie besonders stark erleben. Wer Angst vor dem Tod hat, kann sich nicht am Leben erfreuen, weil die Angst seine Wahrnehmung trübt. Wer nur gut sein will, leugnet seine Menschlichkeit, die auch böse ist.
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