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Zeit
Als Zeit bezeichnen wir das Kontinuum aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, wobei die Gegenwart die Zeit ist, die im Augenblick passiert. Sie passiert einen Ausschnitt des Kontinuums. Das Zeitkontinuum läuft quasi unter einem Diarahmen hinweg, wobei der Ausschnitt des Rahmens den gegenwärtigen Augenblick zeigt.
Vergangenheit ist vorbei, Zukunft noch nicht gewesen. Beide Zeitzustände können wir nicht wahrnehmen. Sie existieren nur in unseren Gedanken. Über die Vergangenheit haben wir gespeicherte Erinnerungen. Diese stammen von eigenen erlebten Erfahrungen oder von Informationen anderer. Wir können sie erinnern und sogar nachfühlen, aber wir können sie nicht mehr wahrnehmen, weil es sie nicht mehr gibt. Über die Zukunft haben wir Erwartungen, Träume, selbst gemachte Vorstellungen. Wir stellen und vor, wie die zukünftige Zeit sein soll, sein kann. Dabei projizieren wir Erfahrungen und Informationen aus der Vergangenheit in die Zukunft.
In beiden Fällen findet dies in unserem Kopf statt, in unseren Gedanken. Den überaus meisten Teil der Zeit sind wir in Gedanken, was auch dazu führt, dass wir uns ärgern über Vergangenes oder sorgen über Zukünftiges.
Unsere Gedanken sind selten in der Gegenwart. Es ist sogar unmöglich, über den Augenblick nachzudenken. Sobald wir denken, sind wir in der Vergangenheit oder der Zukunft. Den Augenblick kann man nicht denken. Den Augenblick kann man nur wahrnehmen und empfinden.
Unser Körper ist immer im Augenblick, für ihn gibt es nichts Anderes. Unsere Gedanken sind es nie. Das ist bizarr. Denn das Leben findet nur im Augenblick statt, nur in dem kleinen Diarahmenausschitt der Zeit. Wenn wir also wirklich leben wollen, müssen wir dies im Augenblick tun. Wir müssen aufhören, in unseren Gedanken leben zu wollen. Wir müssen bei unserem Körper sein.
Nur im Augenblick haben wir Kontakt zum Leben, zur Natur, zur göttlichen Ordnung !
Das ist der Grund, warum es Hilfestellungen wie die Mediation oder Biofeedbackverfahren gibt. Sie helfen uns, den Augenblick zu fokussieren, die Gedanken (über Vergangenheit und Zukunft) abzuschalten und den Augenblick wahrzunehmen. Da unser Körper immer im Augenblick ist, können wir unsere Gedanken abschalten, wenn wir uns auf ihn konzentrieren, ihn wirklich wahrnehmen und spüren. Die meditativen Techniken der Asiaten empfehlen, sich auf den Atem zu konzentrieren. Andere Hilfen sind, gezielt alle Bereiche des Körpers bewusst zu entspannen und dabei wahrzunehmen. Gelingt dies und die Gedanken verstummen, spürt man den Augenblick und die Verbindung mit der Kraft des Lebens, mit dem Universum.
Wir können unsere Wahrnehmung bewusster einsetzen, indem wir unsere Sinne nutzen. Bewusster sehen, hören, schmecken, berühren und riechen sind Möglichkeiten, den Augenblick zu empfinden. Wir müssen es nur zulassen, uns auf die Sinneswahrnehmungen zu konzentrieren, zu fokussieren. Die Schönheit der Natur mit allen Sinnen wahrnehmen, ein schönes Bild intensiv betrachten, gute Musik hören, ein schmackhaftes Essen genießen, den Partner streicheln oder liebevollen Sex praktizieren sind die wahren Geschenke des Lebens.
Wir müssen uns Zeit für den Augenblick nehmen !
Nur wer von Augenblick zu Augenblick lebt, kann ein ganzes Leben lang glücklich sein.
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