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Das menschliche Bewusstsein



Die Aussage dieser Seite: die meiste Zeit leben wir unbewusst

Wenn man mit Menschen über das Thema Bewusstsein redet, stellt man eine gewisse Ratlosigkeit fest, wenn es um die Frage geht, wie man denn bewusster leben sollte. Viele glauben, sie würden bereits sehr bewusst leben ohne sagen zu können, woran sie das festmachen. Manche fragen auch ganz offen, wie es denn gehen soll.

Bewusstseinsentwicklung halten die meisten für gut und notwendig, besonders wenn es um die Natur geht, ums Essen oder um die Gesundheit. Doch die wenigsten können sagen, wie sie das tun wollen. Viele antworten auf diese Frage mit unbewusst gelernten Phrasen: weniger Fleisch essen, etwas für den Klimaschutz tun, Sport treiben, etc.

Bewusst sein

Bewusst sein soll hier nicht als das Gegenteil von bewusstlos sein verstanden werden, denn so kann man es durchaus auch definieren. Bewusst sein soll hier "sich bewusst sein" meinen. Also zu wissen, was man warum tut oder denkt und was die erwarteten Konsequenzen sind.

Das bedeutet, die Frage nach dem WARUM klar beantworten zu können. Sich selbst diese Frage zu stellen, ist sinnvoll und interessant, vor allem dann, wenn man daraus ein kleines Spielchen macht und solange WARUM fragt, bis auch das letzte beantwortet ist.

Oftmals kommt man über diesen Weg zu einer bewussten Einsicht, dass das bisherige Verhalten nicht den echten eigenen Wünschen entspricht und auch nicht zum angestrebten Ziel führt. Dazu ist es allerdings notwendig, ehrlich zu sich selbst zu sein und die Antworten nicht unbewusst zu geben.

Und bewusst leben bedeutet dann, die erlangten Erkenntnisse auch in die Tat umzusetzen, das eigene Leben konkret zu ändern.

Wer sich bewusst wird über sein Leben, Denken, Fühlen und Tun, der erkennt zumeist, dass u.a.

  • das eigene Leben fremdbestimmt verläuft
  • man nicht genau weiss, wer man ist und was man will
  • Unsicherheit und Angst vorherrschen
  • man Dinge glaubt ohne zu wissen warum
  • man Dinge tut und denkt, die alle tun und denken
  • man immer abhängiger und unfreier wird
  • man nicht wirklich zufrieden ist

Und wer dies erkennt, kann beginnen, etwas zu ändern. Dazu sollen die sieben Bewusstseinsebenen eine Hilfestellung bieten. Auch der Prozess der Bewusstwerdung kann hilfreich sein.

Der Bewusstwerdungsprozess

Im Folgenden soll versucht werden, den Bewusstwerdungsprozess im Laufe eines Lebenslaufes idealtypisch aufzuzeigen. Dabei ist die Kürze und Komprimiertheit der Schilderung dieser einen Seite geschuldet. Es wird lediglich eine Idee der Bewusstseinsentwicklung nach den sieben Ebenen entwickelt. Es geht u.a. darum, wie sich der Lebensschwerpunkt im Laufe des Prozesses verändert, und dass dies mit Trennungen und Hintersichlassen zu tun hat. Die meisten Menschen verbleiben in ihrer Entwicklung auf den unteren drei materiellen Ebenen, immer mehr jedoch erreichen die vierte und auch die fünfte Ebene. Die beiden höchsten Ebenen in unserer Gesellschaft zu verwirklichen, ist schon sehr unwahrscheinlich und schwierig.

Bis zum sechsten oder siebten Lebensjahr leben kleine Kinder mehr oder weniger unbewusst. Erst danach werden Informationen bewusst gespeichert, so dass man sich später erinnern kann. Die Zeit davor ist für die bewusste Erinnerung sozusagen verloren. Dennoch wird alles Erlernte und Erfahrene im Unterbewusstsein gespeichert und zur Basis für das Leben und dessen Bewältigung.

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Bis zum sechsten oder siebten Lebensjahr leben kleine Kinder mehr oder weniger unbewusst. Sie sind sehr emotional und egoistisch. Es sind ihre Mittel, sich zu behaupten und ihre Bedürfnisse mitzuteilen. Erst im Laufe der Sozialisierung und Erziehung lernen sie, bestimmte Emotionen zu unterdrücken bzw. rational zu kontrollieren. Sie lernen, sich im sozialen Umfeld zu bewegen, die Bedürfnisse anderer Kinder und Erwachsener zu erkennen und zu akzeptieren, und sie beginnen, bewusst zu handeln, zu denken und z.B. Rücksicht zu nehmen und zu helfen. Dies natürlich in Abhängigkeit von der Qualität und Intensität der "Erziehung" bzw. der Vorbilder, die sie haben.

Die meisten Kinder lernen spielerisch und mit dem Leitmotiv Spaß. Sie lernen, ihre Wünsche und Ziele durchzusetzen und sich zu behaupten, je nachdem, in welchem Ausmaß die Umwelt dies bremst oder zulässt. Dabei variiert das Ausmaß der egoistischen Bedürfnisbefriedigung ganz erheblich und u.a. in Abhängigkeit vom Charakter des Kindes. Man kann sagen, dass die Kindheit primär von Egoismus und Selbstfokussierung dominiert wird, und sich das Bewusstsein für andere Eigenschaften erst später und sehr langsam entwickelt. Bei vielen Menschen leider kaum.

Das liegt vor allem daran, dass die Gesellschaft auf Konkurrenz und Wettbewerb ausgerichtet ist und diejenigen die größten persönlichen Erfolge verzeichnen, die sich egoistisch behaupten und ihren Spaß maximieren, auch zu Lasten anderer.

Die meisten Gesellschafts-, Sozialisierungs- und Erziehungssysteme funktionieren nach den Prinzipien Lob, Tadel, Anerkennung, Ablehnung, Schuld, Erfolg, Bestrafung und v.a. Angst. So kommt es, dass viele junge Menschen nicht nur positive Erfahrungen machen, sondern vorsichtig und ängstlich werden. Sie entwickeln das Bewusstsein, dass es klug zu sein scheint, entweder egoistische Erfolge zu feiern und groß raus zu kommen oder lieber defensiv zu agieren und sich irgendwie unauffällig durchzuschlagen. In jedem Falle jedoch mit möglichst viel Spaß und persönlichem Gewinn. In dieser ersten Bewusstseinsphase steht für die Mehrheit körperliche Bedürfnisbefriedigung im Vordergrund, sei es durch Sexualität, Sport oder Konsum.

An die Phase egoistischer Lebensgestaltung schließt sich ein bewusster Übergang an, der viele zu der Erkenntnis gelangen lässt, dass man nicht in einem luftleeren Raum lebt, sondern in einer Gesellschaft, die mit Regeln, Richtlinien und Gesetzen funktioniert, und dass nur deren Einhaltung durch Jedermann das friedliche und harmonische Funktionieren garantiert. Man beginnt, sich in dieser Gesellschaft einzurichten und die Regeln und Gesetze für sich anzunehmen, zu befolgen und auch zu verteidigen. Das kann im privaten Umfeld oder öffentlich geschehen, indem man einen entsprechenden Beruf ergreift oder sich nebenberuflich engagiert. Das Bewusstsein reift, dass ein angenehmes und sicheres Leben nur möglich ist, wenn man sein Verhalten nach Gesetzen, Regeln und Richtlinien ausrichtet. Jedes Fehlverhalten wird entsprechend scharf sanktioniert, auch im privaten Bereich der Familie, der Hausgemeinschaft oder der Gemeinde. Ein eigenes Ausscheren scheint nicht mehr möglich und wird von den meisten auch nicht angestrebt. Regelkonformes Verhalten und materieller Besitz stehen im Fokus.

Die Menschen richten sich und ihr Leben in diesen beiden ersten Bewusstseinsphasen ein, gehen einem Beruf nach, leben innerhalb einer sozialen Gruppe und koordinieren ihr tägliches Verhalten so, dass sie ein einigermaßen zufriedenes, störungsfreies und gleichläufiges Leben innerhalb der vorgegebenen Grenzen haben.

Doch anderen reicht dies nicht. Sie fühlen sich zu Größerem berufen und wollen Karriere machen, Geld verdienen und etwas zu sagen haben. Sie spüren die Notwendigkeit oder Berufung, sich mit ihren Wünschen oder Zielen durchzusetzen. Sie meinen, sie können und müssen andere Menschen führen und etwas bewegen in der Welt. Sie wollen ihr Leben aktiver gestalten und zeigen, dass sie mehr können und besser sind. Sie wollen sich dem Wettbewerb stellen und sich beweisen und behaupten. Und sie wollen viel Geld verdienen, um sich die materiellen Wünsche zu erfüllen, die ihnen vorschweben, und mit denen sie zeigen können, dass sie zu Höherem berufen sind. Daher setzen sie alles daran, im Beruf in Führungspositionen zu kommen, Karriere zu machen und sozial aufzusteigen. Die Gesellschaft honoriert dies grundsätzlich und erkennt Leistung an, auch wenn sie häufig einen hohen Preis hat.

Mehr und mehr Menschen erleben jedoch eine zunehmende Unzufriedenheit mit dem Leben, das sie führen. Das bestimmt ist von starren gesellschaftlichen Regeln genauso wie durch gesellschaftliche Pflichten und ökonomische Gesetze, die den Konsum, die Leistung und die Angepasstheit über die persönliche Lebensqualität stellen. Diese Menschen fragen sich, ob das alles ist, was ihr Leben zu bieten hat, und sie spüren, dass da noch mehr ist, als tagtägliches Funktionieren und Konsumieren. Sie werden sich bewusst, dass oberflächlicher Spaß, Karriere und materieller Erfolg nicht zu Glück und Zufriedenheit führen, sondern eher zu Verdruss, Sorgen, Stress und Krankheit. Sie beginnen, Ihre geistige Seite bewusst zu entdecken und ihre spirituellen Bedürfnisse zu befriedigen. Sie werden zunehmend kritischer gegenüber materiellen Motivationen, lehnen diese ab und rebellieren. Sie fangen an, nach geistiger Befriedigung zu suchen und verurteilen materiellen Reichtum. Das bringt sie nicht selten in Konflikte in der Familie, mit Freunden, im Beruf und mit sich selbst. Doch das Bewusstsein ist bereits soweit, dass ein Zurück nicht mehr möglich ist. Die Fragen "Wer oder was bin ich ?", "Was ist der Sinn des irdischen Daseins ?" oder "Worum geht es ?" werden wichtig und verlangen eine Antwort.

Wer die Übergangsphase überwunden hat - das kann schnell oder ganz langsam passieren - der hat sein Leben zumeist vollständig umgekrempelt und sich vermutlich von Vielem getrennt, einschließlich Partner, ehemaligen Freunden, Beruf und Eigentum. Er/Sie lebt nun in einer anderen Welt, in der es nicht mehr um materiellen Besitz, Macht oder Interessen geht. Das Bewusstsein hat sich zu der Erkenntnis entwickelt, dass es um die Freiheit des eigenen Geistes und des eigenen Bewusstseins geht. Jeder ist selbst verantwortlich, für sein Denken, Reden und Handeln und hat die Konsequenzen zu tragen, die diese Energien erzeugen. In dieser Phase sind Partner im Geiste die wichtigsten Freunde, die Suche nach Wahrheit wird zur Passion. Aber man ist bereit, andere Meinungen bedingungslos zu akzeptieren und kann die Folgen eigenen Verhaltens exakt antizipieren. Da man nur noch von sehr wenigen Menschen verstanden wird, begibt man sich in eine gewisse Isolation, die jedoch durch das gute Gefühl der Freiheit und Unabhängigkeit ausgeglichen wird. Diese Freiheit des Denkens führt nicht selten zu Kreativität, Gesundheit, Hilfsbereitschaft, Großmütigkeit und Glücksgefühlen. Menschen auf dieser Bewusstseinseben sind für viele angenehme Gesprächspartner, da sie gut zuhören können und weise und erfahren erscheinen.

Menschen fortgeschrittenen Alters können in seltenen Fällen auf eine Bewusstseinsstufe gelangen, auf der sie alles Materielle als unwichtig bewerten, nicht mehr benötigen und sich voll und ganz auf die geistigen und seelischen Aspekte des Lebens konzentrieren. Sie wissen, dass alles Irdische und Überirdische in einem geistigen Feld eng verbunden ist, und sich alles in eine göttliche Harmonie fügt. Trennung, Sorgen und Ängste sind ebenfalls überwunden, weil sie spüren und wissen, dass die eigene menschliche Seele nahe bei Gott ist und Teil eines beschützten größeren Ganzen. Im täglichen Leben ist das Verhalten vollständig auf Hilfsbereitschaft und die Vermeidung von Leid in jeglicher Form ausgerichtet. Eigene Bedürfnisse - v.a. körperliche - sind unwichtig.

Das Ende des Bewusstwerdungsprozesses ist die Auflösung des eigenen Geistes im Energiefeld des göttlichen Alleinsbewusstseins, sowie die Erlösung von materiellen Grenzen und Gesetzen. Die Seele ist zurück bei Gott und frei. Die Zyklen von Tod und Wiedergeburt sind beendet. Hier finden wir die wahre Bedeutung von Paradies, siebter Himmel oder Nirwana. Die letzte Stufe entspricht der Erleuchtung und endet mit dem Verlöschen, dem Aufgehen in Licht und Liebe.




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