bsur - sei wie Du bist
Samadhi

Guter Sex


Sex Der Mensch ist ein sexuelles Wesen, das in der ersten Hälfte seines Lebens ab der Pubertät dominant vom Sexualtrieb bestimmt und geleitet wird. Dies gilt insbesondere für Männer, die eine aktive Sexualität haben, während Frauen tendenziell eher passiv ausgerichtet sind.

Sehr viele Menschen sind unbewusst sexuell angetrieben und reagieren bzw. orientieren sich sexuell motiviert, ohne dies bewusst wahr zu nehmen. Gerade in jüngeren Jahren dient das tägliche Leben und Verhalten neben dem Broterwerb vor allem der (unbewussten) sexuellen Partnersuche.

Der Trieb ist hormonell gesteuert und angeboren, das sexuelle Verhalten jedoch nicht. Es wird unbewusst erlernt durch die Sozialisierung. So unterscheidet sich die Art und Weise, wie mit dem eigenen Sexualtrieb und mit dem Verhalten gegenüber dem sexuellen Pendant umgegangen wird erheblich. Kulturelle, soziale, familiäre und religiöse Einflussfaktoren sind bestimmend. Diese drücken sich zumeist durch eigenes vorhandenes oder fehlendes Selbstbewusstsein, innerliche Blockaden und die Einstellung gegenüber einem Menschen des anderen Geschlechtes bzw. einem Partner/einer Partnerin aus. Und dies wiederum drückt sich dann auch im sexuellen Akt aus.

Viele Dinge im Leben bedürfen der Ausbildung, Schulung und Übung. Dem sexuellen Akt jedoch kommt zumeist keinerlei Vorwissen zugute. Die allermeisten Menschen stürzen sich vollkommen unwissend in das Abenteuer Sex, und so ist es kein Wunder, dass das erste Mal (und auch viele weitere Male) nicht selten zur vollkommenen Enttäuschung wird. Egal ob Junge oder Mädchen, die eigenen Emotionen kochen unkontrolliert über und die unbekannte Situation wird vom Trieb dominiert. Dabei kann es dem männlichen Trieb gar nicht schnell genug gehen, während der weibliche nicht mithalten kann und noch gar nicht ansatzweise den Höhepunkt erreicht, wenn der männliche bereits fertig ist.

In der Folge, und das können durchaus Jahre oder Jahrzehnte sein, lernen Frauen die eigene Sexualität kaum kennen. Sehr viele Frauen haben nie einen echten Orgasmus erlebt. Sie erfahren Sex als die Befriedigung des männlichen Partners und als Routine, die nichts mit dem zutun hat, was der Mann erlebt. Für viele Frauen ist Sex langweilig und enttäuschend. Oder sie genießen zumindest die körperliche, vielleicht sogar zärtliche Nähe zum Partner.

Das liegt durchaus nicht an der eigenen Libido, sondern am Verhalten des Mannes und an der Qualität der Beziehung. Eine Frau benötigt mehr Zeit und liebevolle Zuwendung, um in Stimmung zu kommen oder gar zum Höhepunkt. Beides ist oftmals nicht gegeben, weil der Mann seinen egoistischen Trieb schnell befreidigen möchte und sich selten um die Emotionslage der Frau schert. Im Gegenteil erwartet er oft sogar, dass die Frau bereit sein und sich ebenfalls beeilen soll. Im Anmarsch auf den Orgasmus säuselt er zwar etwas von Liebe, aber es schert ihn nicht wirklich, wie weit die Partnerin ist, und ob sie auch zum Orgasmus kommt. Im Gegenteil will er nach Beendigung des Aktes noch gelobt werden. Woran allerdings die Frauen nicht selten selbst schuld sind, weil sie den sexuellen Akt zum Theater machen, einfach nur mitmachen und Erregung und Orgasmen vorspielen.

Von Männern, die Sex mit Gewalt in Verbindung bringen und sich einfach nehmen, was sie wollen, soll hier nicht die Rede sein.

Sexuell enttäuschte oder frustrierte Frauen geben sich nicht selten selbst die Schuld und halten sich für unfähig, Orgasmen zu bekommen. Diese Haltung kann zu einem unzufriedenen Leben führen und nicht selten geben sie sie weiter an ihre Töchter. Eine sehr große Rolle spielte und spielt wohl auch heute noch die religiöse Indoktrination, verbunden mit geistigen Blockaden gegenüber Sex.
Allerdings lernen Frauen auch, Sex als Steuerungsinstrument einzusetzen, um eigene Ziele zu erreichen. So tauschen sie Sex gegen Gefälligkeiten und prostituieren sich. Allerdings sollte "Mann" auch bedenken, dass Frauen das volle Risiko der Schwangerschaft tragen und daher gedanklich nicht so frei und unbedenklich agieren wie Männer.

Gespräche über Sex finden selbst nach vielen Jahren einer Partnerschaft kaum statt. Das Thema ist vielen entweder unangenehm oder sie wissen, nicht, wie sie ihre eigene Wahrnehmung und ihre eigenen Vorstellungen in Worte fassen sollen oder es führt gar zu Streit. Und so wird der Sex als gegeben hingenommen und verschwindet irgendwann aus dem alltäglichen Leben.

Was ist guter Sex ?

Guter Sex beginnt im Kopf, heisst es. Jedoch reicht das nicht. Wenn jeder Sexpartner seine eigenen egoistischen Vorstellungen hat, ist die Gefahr groß, dass der Sex nicht gut wird. Guter Sex muss daher bei Partner beginnen !

Wenn das Ziel lautet, beide sollen zum Orgasmus kommen und wirklich erfüllende Freude am sexuellen Akt haben, dann muss jeder Partner zuerst daran interessiert sein, dass der/die andere maximale Freude und Befriedigung erfährt.
Das bedeutet für Männer, ihren Trieb zu zügeln und ihre Orgasmusfähigkeit zu kontrollieren. Sie müssen daran interessiert sein, den weiblichen Partner so zu stimulieren, dass der möglichst gleichzeitg oder auch früher zum Höhepunkt kommt. Das geht körperlich, aber v.a. auch durch Einfühlungsvermögen und Gefühl.

Männer, die in der Lage sind, eine Frau zum Orgasmus zu bringen, bevor sie selber kommen, können ekstatische Frauen erleben, die sogar multiple Orgasmen haben. Diese Frauen sind oft nicht nur glücklicher, sondern im Alltag auch zufriedener, und v.a. haben sie wirklich Lust auf Sex.

Dazu müssen Männer lernen, wie sie zum Einen ihren eigenen Trieb kontrollieren, und zum Anderen echtes Interesse an der Partnerin haben. Miteinander Reden, Übung und Wissen sind dabei eine gute Voraussetzung.



Lesen Sie auch Das Leben und Bewusstseinsentwicklung



Das Buch 'Liebe, Freude, Harmonie' bei amazon.de kaufen =>>


bsur