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Samadhi

Angst vor dem Tod


Die Angst vor dem Tod zählt zu den stärksten Ur-Ängsten eines Menschen. Aus dem Leben gerissen zu werden und nicht mehr zu sein, ist für die meisten Menschen eine Horrorvorstellung und wird daher ungern thematisiert und am liebsten verdrängt. Und das mit dem absoluten Wissen, dass der Tod unausweichlich ist und jeden früher oder später trifft.

Akute Todesangst in einer Situation der massiven Lebensbedrohung lässt das rationale Denken aussetzen und eine emotionale Überreaktion entstehen, die großen Schaden anrichten kann, weil die angemessene Reaktion nicht gelernt wurde und damit neu ist. Dabei ist es oftmals nicht relevant, ob die Bedrohung real ist oder nur imaginiert. Die Todesangst vor einem tödlichen Virus z.B. bedarf nur der Vorstellung bzw. der Erzählung, wie man in den letzten Jahren feststellen konnte.

Chronische Todesangst tritt bei Menschen auf, die nicht mit der Endlichkeit des Lebens zurechtkommen und sich daher andauernd mit dem Schrecken des Todes beschäftigen und dadurch in Depression verfallen und ein permanent ängstliches Leben führen. Sie sehen überall Bedrohung und steigern sich in die Angst hinein.

free your mind Die meisten Menschen, vor allem die jüngeren, verdrängen Gedanken an das Lebensende erfolgreich und befassen sich auch kaum mit dem Thema Tod und Sterben. Gesellschaftlich ist es ein Tabuthema geworden.

Die Angst vor dem Tod resultiert aus dem Glauben, dass mit dem Tod alles vorbei ist. Wer davon überzeugt ist, dass es nur ein Leben gibt, und danach nichts mehr ist, will verständlicherweise nicht an das Ende denken und gerät bei lebensbedrohlichen Situationen in Panik. Nicht nur, weil das eigene Leben bedroht ist, sondern auch, weil alles, was man liebt, besitzt und schätzt, droht, verloren zu gehen. Die Vorstellung, alles ist endgültig und unwiederbringlich vorbei, ist für viele nicht erträglich und weder rational noch emotional zu verarbeiten.

Der Wunsch, ein möglichst langes Leben zu führen und alt zu werden, herrscht daher vor. Das Ziel, ein möglichst hohes Alter zu erreichen, übersteigt dabei bei sehr vielen Menschen die Frage nach der Lebensqualität und dem Lebenssinn. Die Hauptsache ist, alt an Jahren werden.

Dieser Lebensansicht mit all ihren Implikationen (insbesondere in unserer materialistischen westlichen Gesellschaft) entgegen steht der Glaube an ein Weiterleben nach dem Tod, verbunden mit der Idee eines göttlichen Schöpfers und einem Jenseits.

Tod Wer diesen Glauben vertritt und wirklich überzeugt ist, sieht den Tod mit ganz anderen Augen und hat deutlich weniger Angst vor ihm. Nahtoderfahrene sprechen unisono davon, keinerlei Todesangst mehr zu haben und sich sogar auf den Tod zu freuen, weil sie das paradiesische Jenseits erfahren haben, aus dem sie gar nicht mehr weg wollten. Weil es alles zu bieten scheint, was auf der Erde sehnsüchtig erhofft wird.

Mit dem überzeugten Glauben an eine Weiterexistenz nach dem irdischen Tod ändert sich alles im Leben, und die Annahme, dass mit dem Tod alles vorbei sei, ist nicht mehr vorhanden. Im Gegenteil wird das aktuelle Leben lediglich als kurze Zeitspanne empfunden, die Teil der Gesamtexistenz ist, aber längst nicht alles. Mit diesem Glauben verliert der materielle Körper und damit das materielle Leben an Bedeutung. Das übergeordnete Leben ist Bewusstsein. Und dieses Bewusstsein hat keinen Anfang und kein Ende, es ist ewig.

Einen endgültigen Tod gibt es demnach gar nicht und damit auch keine Angst vor dem Tod. Zumal das Jenseits um soviel schöner ist, als das irdische Leben.

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Tor zum Leben Natürlich hängt irgendwie jeder an seinem irdischen Leben, weil man es genießen und es auch schön sein kann. Und daher will man normalerweise auch nicht zu früh sterben. Entscheidend ist jedoch, dass es eigentlich irrelevant ist, ob und wann man den Tod findet. Weil man lediglich seine körperliche Hülle verlässt und als genau der Mensch/das Bewusstsein im Jenseits weiter existiert, der man vorher auf der Erde auch war. Man verliert zwar seinen materiellen Besitz und den Zugang zu seinen geliebten Menschen, aber man ist immer derselbe Mensch, der nie sterben kann. Und die irdische Existenz ist vorbei und vergessen.

Mit diesem Wissen lässt sich das Leben gänzlich anders leben und gestalten, denn es ist nicht mehr von Angst und Verdrängung geprägt, sondern von Freude und Genuss. Die Folgen sind u.a., dass materieller Besitz seine Bedeutung verliert, ja vollkommen unbedeutend wird. Außer, man betrachtet ihn in gewissem Maße als nützlich für die Gestaltung der Lebensqualität.
Möglichst alt an Jahren zu werden, macht ebenfalls keinen großen Sinn mehr. Viel wichtiger ist es, das Leben freudvoll und sorgenfrei zu genießen. Das heißt, Tag für Tag als Geschenk zu sehen. Und wenn es morgen vorbei ist, ist das egal.

Mit dem Wissen über ein paradiesisches Jenseits, das alle erwarten dürfen, die sich "qualifiziert" haben, wird man sein Leben und Verhalten genau darauf ausrichten. Was dem Leben Sinn gibt und die eigene Existenz in den Dienst am Leben und Mitmenschen ausrichtet. Egoismus, Lügen und Gier verschwinden und weichen dem Mitgefühl und der Liebe. Mitgefühl auch für die Menschen, die an das einmalige und zeitlich begrenzte Leben glauben und so in Angst leben.

Einfach formuliert führt ein Leben ohne Angst vor dem Tod - weil es ihn in der Angst machenden Form gar nicht gibt - zu viel mehr Lebensqualität, Gelassenheit und Lebensfreude, und zu viel weniger Sorgen, Ärger und K(r)ampf.


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liebevoll

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